Zugang mit Hindernissen? Zur Frage der Zugänglichkeit zu Denkmälern und Kunstwerken in Paris und der Île-de-France am Übergang vom 17. zum 18. Jahrhundert

Workshop, 23. und 24. November 2017

Centre de recherche du château de Versailles

Die Rezeption der Kunst und Architektur eines fremden Landes muss als ein Akt produktiver Aneignung verstanden werden — in der Frühen Neuzeit nicht anders als heute. Schon vor Reiseantritt beginnt der komplexe Prozess der Rezeption durch die Konditionierungen des „Blicks“ und die Leitung der Interessen des zukünftigen Reisenden durch das Studium von Reiseführern und graphischen Reproduktionen oder durch das Einholen mündlicher Berichte. Der soziale Status und das Reisebudget begrenzen zudem von vornherein die möglichen Reiseziele. Einmal vor Ort, sind es viele Faktoren, die das Besichtigungsprogramm bestimmen.

Im Rahmen des Workshops soll einer der zentralen Faktoren, der die produktive Auseinandersetzung mit den Bau- und Kunstdenkmälern im Frankreich des 17. und 18. Jahrhunderts bestimmte, im Mittelpunkt stehen: der der Zugänglichkeit. Der Begriff umfasst zumindest drei Teilaspekte:

(1) die mehr oder weniger faktischen Gegebenheiten, die die Zugänglichkeit bestimmen (Öffnungszeiten; Eintrittsgelder/Trinkgelder; Kleidungsvorschriften; Notwendigkeit von Empfehlungsschreiben usw.); dazu gehören auch landesübliche Besonderheiten, wie die prinzipielle Zugänglichkeit der königlichen Residenzen und Gärten in Frankreich, das Recht oder das Verbot, vor Ort zu zeichnen und Aufzeichnungen zu machen, aber auch die Besonderheit, den französischen Monarchen bei seinen öffentlichen Auftritten sehen zu können (u. a. beim Gang zur Messe, beim Spaziergang im Park, beim Dîner oder Souper usw.);

(2) die den Werken selbst eingeschriebenen Rezeptionsbedingungen (die Klarheit oder Unverständlichkeit der Kompositionen, die Formate der Werke, ihre Anbringungsorte, die Beleuchtungssituationen, aber auch die Erhaltungszustände);

(3) die intellektuellen und künstlerischen Fähigkeiten der Reisenden, die gesehenen Werke zu verstehen und ihre Eindrücke in Schrift und Bild wiederzugeben; die dabei verwendeten Aufzeichnungsformen und Aufzeichnungssysteme der Reisenden (Journale, Skizzenbücher, Briefe, andere Formen der Kompilation), wozu auch der komplementäre Erwerb von Druckgraphiken, Karten oder Planmaterial gehört.

Nach der Rückkehr wurden die Eindrücke unterschiedlich für die eigene Arbeit genutzt. Wie im Nachgang zu einer Reise die Frage der Zugänglichkeit zu den besuchten Werken im Nachbarland thematisiert und artikuliert wurde, gehört auch in unser Interessensfeld.

Neben Frankreich sollen im Rahmen des Workshops auch andere Reiseziele (die Niederlande, Italien, Britannien, Spanien) als Vergleichsbeispiele zur Sprache kommen. Verschiedene Berufsgruppen können berücksichtigt werden (neben den Adeligen auf ihrer Grand Tour und den sich ausbildenden Architekten, auch Gärtner, Maler, Handwerker und Kunstvermittler, wie etwa Kunsthändler und Journalisten).

Die Forschung hat sich punktuell bereits eingehend mit der Frage nach der Zugänglichkeit zur Kunst in Frankreich beschäftigt, wenn auch viele Detailfragen bis heute offen bleiben und eine aktuelle Gesamtdarstellung fehlt. Einige bibliografische Angaben müssen hier genügen.

Bibliografie:

Berger 1988: Robert W. Berger, „Tourists During the Reign of the Sun King: Access to the Louvre and Versailles. An Anatomy of Guidebooks and other Printed Aids“ in: George Mauner (Hg.), Paris: Center of Artistic Enlightenment, Abington: Pennsylvania State University, 1988 (= Papers in Art History from the Pennsylvania State University, Bd. 4), S. 126-158.

Berger 1999: Robert W. Berger, Public Access to Art in Paris: A Documentary History from the Middle Ages to 1800, University Park (Pa.): Pennsylvania State Univ. Press, 1999.

Bonfait 2016: Olivier Bonfait, „Le Brun et le grand format : un nouveau paradigme visuel“, in: Charles Le Brun (1619-1690), hg. v. Bénédicte Gady u. Nicolas Milovanovic, Ausstellungskatalog, Lens, Louvre-Lens, 2016, Paris: Lienart, 2016, S. 35-43.

Paulus 2011: Simon Paulus, Deutsche Architektenreisen. Zwischen Renaissance und Moderne, Petersberg: Michael Imhof, 2011 (= Imhof-Kulturgeschichte).

Sabatier 2016: Gérard Sabatier, Versailles ou la disgrâce d’Apollon, Rennes: Presses universitaires de Rennes, 2016 (= Aulica, l’Univers de la cour).

Völkel 2007: Michaela Völkel, Schloßbesichtigungen in der Frühen Neuzeit. Ein Beitrag zur Frage nach der Öffentlichkeit höfischer Repräsentation, München, Berlin: Deutscher Kunstverlag, 2007.

Das Treffen versteht sich vor allem als ein Gedankenaustausch, ein Workshop. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, konkrete Fallbeispiele vorzustellen, die in der Runde diskutiert werden sollen. Eine Veröffentlichung der Beiträge in unmittelbarem Anschluss an das Treffen ist nicht geplant. Allerdings verweisen wir auf das zusammenfassende Schlusswort am Ende dieser Seite.

Wir freuen uns auf den Gedankenaustausch!
Das Projektteam ARCHITRAVE

Programm

Donnerstag, 23. November 2017

9.00 Uhr: Empfang der Teilnehmer*innen

9.30 Uhr: Eröffnung des Workshops — Alexandre Maral (Château de Versailles); Matilde-Maria Cassandro-Malphettes (Château de Versailles)

9.45 Uhr: L’accessibilité aux monuments et œuvres d’art comme champ de recherche — Introduction par Hendrik Ziegler (Philipps-Universität Marburg)

Sektion 1: Paris und Île-de-France — Orte des Besuchs, der Ausbildung und der ästhetischen Prägung

10.15 Uhr: L’accessibilité aux édifices parisiens : les guides de la ville comme sources probantes — Nicolas Courtin (Département de Paris, Direction des affaires culturelles, Archives de Paris)

10.45 Uhr: L’accessibilité des hôtels de l’île Saint-Louis à la lumière des guides de Paris (fin XVIIe - début XVIIIe siècle) — Marianne Cojannot-Le Blanc (Université Paris Ouest Nanterre La Défense)

11.15 Uhr: Pause

11.45 Uhr: Visiter les environs de Paris. Quelques réflexions sur l’accessibilité des maisons de plaisance en Île-de- France — Marion Müller (Deutsches Forum für Kunstgeschichte, Paris)

Sektion 2: Gärten und Gärtner in Versailles (I)

12.15 Uhr: Les jardiniers allemands à Versailles, XVIIe et XVIIIe siècles — Iris Lauterbach (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München)

12.45-14.30 Uhr: Mittagessen

Sektion 3: Die Deutschen in Frankreich — Aneignungs- und Austauschprozesse

14.30 Uhr: L’accessibilité aux œuvres d’art : une question d’interprétation de sources ? L’exemple du journal de voyage de Christoph Pitzler — Florian Dölle (Technische Universität Berlin)

15.00 Uhr: "Learning from Paris": Architecture students and their experiences in France — Christiane Salge (Technische Universität Darmstadt)

15.30 Uhr: Pause

16.00 Uhr: Lorraine, terre de passages. La réception de l’architecture française grâce aux chantiers ducaux de Nancy et Lunéville: Balthazar Neumann face à Germain Boffrand — Thierry Franz (Château de Lunéville)

Sektion 4: 3D-Visualisierungen — eine innovative Technik als Hilfsmittel der Kunstgeschichte

16.30 Uhr: Watteau’s "Gersaint’s Shop Sign" and the art of display — Sophie Raux (Université Lumière Lyon 2)

Freitag, 24. November 2017

9.00 Uhr: Accueil des participants

Sektion 5: Versailles und seine Künstler: Schriftquellen

9.15 Uhr: Les descriptions de la Galerie des glaces sous Louis XIV — Lauriane Dekussche (École du Louvre, Paris)

9.45 Uhr: Le Brun et Mignard : l’accès aux œuvres par les textes durant le règne de Louis XIV — Olivier Bonfait (Université de Bourgogne)

10.15 Uhr: Pause

Sektion 6: Gärten und Gärtner in Versailles (II)

10.45 Uhr: Dessiner les jardins de Versailles au XVIIIe siècle: l’exemple de Franz Anton Danreiter — Elisabeth Maisonnier (Château de Versailles)

11.15 Uhr: Voyage en Angleterre en 1776 du contrôleur des pépinières royales et du prévôt des Bâtiments du roi — Gabriela Lamy (Château de Versailles)

11.45 Uhr: Schlusswort zum Workshop — Hendrik Ziegler (Philipps-Universität Marburg)

12.00-14.00 Uhr: Mittagessen

14.00-16.00 Uhr: Besuch der Ausstellung „Les visiteurs de Versailles 1682-1789“ — Bertrand Rondot (Château de Versailles)

Zusammenfassung des Workshops

Am Ausgang den 17. Jahrhunderts lässt sich bei den Ausländern, die nach Frankreich kommen, eine Motivationsverschiebung feststellen: Zugang zu einer Person zu erhalten (meist eines höheren sozialen Ranges), die man geschäftlich treffen bzw. mit der man politische oder persönliche Angelegenheiten auf der Basis gegenseitiger Achtung besprechen möchte (etwa Herrscher, Mäzene, Kollegen, Verwandte), bleibt einer der Hauptgründe, sich an einen fremden Ort zu begeben. Die persönliche Kontaktaufnahme hat Vorrang vor dem Besuch des Ortes selbst, unabhängig davon, wem dieser gehört. Allerdings kann man das Aufkommen eines steigenden Interesses für historisch oder gegenwärtig bedeutsame bzw. besonders großartige und für den Zeitgeschmack repräsentative Orte konstatieren, die um ihrer selbst willen aufgesucht werden. Es vollzieht sich also eine Bedeutungsverschiebung der Begriffe „Zugang“ und „Zugänglichkeit“: Die Lokalitäten, Bauwerke und Objekte von Interesse werden Schritt für Schritt losgelöst von ihren Auftraggebern, Bewohnern oder Benutzern betrachtet.

Im Jahr 1684 erscheint erstmalig der Reiseführer von Germain Brice, der geeignet ist, während des Besuchs der Stadt mitgeführt zu werden. Viertel für Viertel werden die Gebäude und Kunstwerke vorgestellt, die in Paris der Betrachtung würdig erscheinen. Die Veröffentlichung legt Zeugnis von dieser neuen Etappe der „touristischen“ Aneignung der Stadt ab, ist doch der „Tourist“ mehr von seiner Neugier geleitet als von der Absicht, Geschäfte zu tätigen. Dazu passt, dass der Reiseführer von Brice vor allem darauf abhebt, die Stadt als Schaufenster der nationalen Produktivität vorzustellen — was in der Epoche Ludwigs XIV. immer auch als Überlegenheitsgestus gegenüber den europäischen Nachbarn verstanden werden will. Das geschieht vor dem Hintergrund einer bewussten Parteinahme für die „Modernes“ gegenüber den „Anciens“ (Nicolas Courtin, Marianne Cojannot-Le Blanc, Olivier Bonfait). Die in den Guiden (und anderen Publikationsorganen wie dem Mercure galant) vollzogene Auswahl trägt zur Festschreibung von Beurteilungsmaßstäben bei, die über Jahrhunderte Gültigkeit behalten. Das zeigt etwa die Verdrängung von Pierre Mignard durch Charles Le Brun aus der öffentlichen Wahrnehmung (Olivier Bonfait). Es wird zu untersuchen sein, inwiefern solche Debatten einen Widerhall in den ausländischen Reiseberichten gefunden haben. Leonhard Christoph Sturm scheint geschwankt zu haben zwischen seiner Bewunderung für die „Modernes“ und dann wieder für die „Anciens“, was die Beantwortung der Frage nicht gerade vereinfacht.

Die Tatsache, dass bestimmte Örtlichkeiten in den Reiseführern beschrieben werden — insbesondere die Stadtpaläste bedeutender Familien —, lässt nicht unbedingt darauf schließen,, dass diese Gebäude auch für den Besuch offenstanden und zugänglich waren. Brice war sicher genötigt, dem Verlangen manches Eigentümers entgegenzukommen, dessen Stadtpalais zu erwähnen: Die Bekanntheit des Baues wurde damit herausgestrichen, aber auch die Neugier der Ausländer befriedigt, ohne dass Brice besagten Palast tatsächlich auch aus eigener Anschauung gekannt haben muss (Marianne Cojannot-Le Blanc). Eine quantitative Analyse der Guiden und Reiseberichte ist teilweise bereits möglich und kann zu aussagekräftigen Ergebnissen führen (s. die Online-Stellungen im Rahmen des Projekts „Guides de Paris (les historiens des arts et les corpus numériques)“ unter Leitung von Frau Cojannot-Le Blanc). Allerdings muss man dabei umsichtig vorgehen (Nicolas Courtin): Vielleicht wird die Auszeichnung der Reiseführer in xml/TEI helfen, bestimmte statistische Angaben zu vermeiden, die in die Irre führen können. Statt einer bloßen Trefferzählung könnte die stark variierende Länge der Abschnitte, in denen von einem Gebäude oder Kunstwerk die Rede ist, markiert und dem Nutzer entsprechend angezeigt werden. Zudem stellt sich das Problem der Zuverlässigkeit der Pläne und Beschreibungen: Guiden und Karten, die auf einer Übereinstimmung mit den realen Gegebenheiten achteten und die Île-de-France einschlossen, erschienen erst mit dem frühen 18. Jahrhundert (z. B. der von Piganiol de La Force 1718), wie Marion Müller betonte: In den älteren Reiseführern wird etwa der Neptunbrunnen im Garten von Vaux-le-Vicomte in Anlehnung an kursierende Druckgrafiken beschrieben, wenngleich diese Anlage nie gebaut worden war.

Weitere Fragen wurden während des Workshops angeschnitten. Der Standort eines Werks ist bestimmend für dessen Sichtbarkeit und Zugänglichkeit, wie es Sophie Raux an einem schlagenden Beispiel vorgeführt hat: dem Ladenschild von Gersaint. Es war in geneigter Stellung unterhalb der Dachschräge über der Boutique des Kunsthändlers angebracht, bewundert von ganz Paris. Indem er das Reglement der Akademie missachtete, das es ihren Mitgliedern untersagte, ihre Werke in öffentlichen Verkaufsständen auszuhängen, machte sich Watteau zum Herold eines unmittelbareren Kontakts mit dem Publikum.

In Paris gab es zahlreiche Schulen und Akademien. Mehrere Institutionen boten ausländischen Architekten Ausbildungsmöglichkeiten: An erster Stelle kann man auf die monatlichen Vorträge der Académie royale d’architecture verweisen, die von dessen Direktor oder anderen Akademiemitgliedern gehalten wurden. Diese Vorträge wurden allerdings wenig besucht, da sie zu theoretisch waren und in ihnen nicht hinreichend auf die praxisbezogenen Probleme des Berufs eingegangen wurde. Dagegen zogen die zahlreichen Architektenateliers in der Stadt und die Kurse der „École des arts“, die 1740 von Jacques-François Blondel als Privatinstitution gegründet worden war, mehr ausländisches Publikum an (Christiane Salge). In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass einige der deutschen Reisenden aus unserem Korpus sogenannte Ritterakademien im Viertel Saint-Germain erwähnen (Schulen für junge Edelleute, die sich im Fechten, Reiten, Tanzen usw. verbessern und ihre Kenntnisse der französischen Sprache vertiefen wollten): Die Brüder Lambert Friedrich und Christian Heinrich Corfey suchten eine dieser Institutionen auf; auch einer der Söhne des Grafen von Harrach genoss dort seine Ausbildung.

Das Schloss von Versailles, das in den 1680er Jahren eine starke Erweiterung erfährt, ist ein für das Publikum weitgehend offener Palast — zum großen Erstaunen der Ausländer. Daran hat Bertrand Rondot zu Recht beim Besuch der Ausstellung „Les visiteurs de Versailles 1682-1789“ erinnert. Alle Zeichner oder Architekten müssen über eine offizielle Genehmigung verfügen, wenn sie an Darstellungen arbeiten, die zur Veröffentlichung bestimmt sind, wie es John Bowles im Vorwort zu seinem Versailles illustrated von 1726 betont. Auch die dem österreichischen Gärtner Franz Anton Danreiter ausgestellten Genehmigungen bestätigen das (Élisabeth Maisonnier). War damit aber die Anfertigung einfacher Skizzen, die aus unmittelbarer Anschauung entstanden, untersagt? John Locke und Leonhard Christoph Sturm unterstreichen, dass ihnen das Zeichnen verboten worden sei; das Manuskript von Christoph Pitzler belegt jedoch, dass er vor Ort gezeichnet hat, ausgerüstet mit Zeichenbrett und Tintenfass (Florian Dölle).

Das (weitgehend tolerierte) Ausspionieren kultureller, technischer oder landwirtschaftlicher Neuerungen, wozu die Reisen der Ausländer nach Großbritannien unter anderem dient, wird zu einem der etablierten Wege des Wissenstransfers zwischen Frankreich und seinen Nachbarn im Zeitalter der Aufklärung: Zwischen französischen und englischen Gärtnern kommt es zu einem regelrechten Wettbewerb, was den Import und die Akklimatisierung von exotischen Pflanzen anbelangt (Gabriela Lamy).

Bei seiner Reise nach Frankreich erfasst Balthasar Neumann gleich die Besonderheit des Schlosses von Lunéville: Der Triumphbogen in der zentralen Achse, die vom Ehrenhof zum Garten führt, gibt dem Gebäude eine einzigartige Öffnung. Neumann wird dieses Motiv von Germain Boffrand in Abwandlung auf die Würzburger Residenz übertragen (Thierry Franz). Versailles dagegen begeistert Neumann nicht übermäßig, auch nicht die innere Aufteilung der Appartements „à la française“ nach der jüngst in Mode gekommenen Vorgabe der Bequemlichkeit (commodité), die auf einer Verringerung der Raumgrößen und einem gelungeneren Ineinandergreifen der Räumlichkeiten basiert. Neumann lehnt daher die Verbesserungsvorschläge, die Robert de Cotte für die Residenz in Würzburg ausarbeitet, ab. Daran zeigt sich seine äußerst selektive Aneignung des französischen Modells.

Hendrik Ziegler